Bei flächenhaften Ereignissen mit einer Vielzahl von Einsatzstellen, wie zum Beispiel Starkregen-, Hochwasser- oder Sturmlagen, kann die Feuerwehr nicht mehr in der gewohnten Eintreffzeit von maximal zehn Minuten agieren. Vielmehr müssen die Einsatzmeldungen sortiert und priorisiert werden, um dann in der Reihenfolge der Dringlichkeit abgearbeitet werden zu können. Dabei wird eine zentrale Einsatzführung im so genannten Führungshaus am Standort der Abteilung Bolanden eingerichtet, welche stadtweit alle Einsätze steuert.
Das Verfahren ist keineswegs neu, sondern seit vielen Jahren bewährt. Allerdings arbeitete ein Arbeitskreis der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt die Erfahrungen aus vergangenen Einsätzen systematisch auf und entwickelte das „System Führungshaus“ in einem ersten Schritt in Details weiter. In einer Stabsrahmenübung wurden die Weiterentwicklungen des Einsatzkonzeptes nun erprobt. Dabei wurde auch ein elektronisches Einsatztagebuch mittels einer speziellen Software genutzt, um die Leistungsfähigkeit weiter zu steigern. Die Übung bestätigte das Einsatzkonzept.