Hauptversammlung - Abt. Plattenhardt 2019

Zahlreiche Beförderungen standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Abteilung Plattenhardt der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt. So wurden Fynn Arnold, Sven Lieb und Stephan Rudolf zum Feuerwehrmann, Felix Arnold und Florian Arnold zu Oberfeuerwehrmännern, Rolf Seebold zum Hauptfeuerwehrmann und Dirk Schilder zum Löschmeister befördert. 

Im Jahr 2018 wurde die Abteilung Plattenhardt zu 68 Einsätzen alarmiert. Abteilungskommandant Alexander Wacker freute sich besonders, dass zehn Feuerwehrangehörige zusammen mit der Abteilung Bonlanden das Leistungsabzeichen in Silber abgelegt haben.

Hauptversammlung 2019

 

Hauptversammlung 2015

Bericht zur Hauptversammlung der FF Filderstadt Abt Plattenhardt vom 16.01.2015

Zur Hauptversammlung unserer Abteilung begrüßte Abt.Kdt. Alexander Wacker neben den anwesenden Kameraden der Abteilung auch Herrn Bürgermeister (BM) Reinhard Molt, die Herren Werner Kehrer und Jan-Stefan Blessing vom Amt für Ordnung, Sicherheit und Soziales, Stadtbrandmeister (StBM) Jochen Thorns und die Stadträte Richard Briem, Robert Hertler, Ulrich Steck, Stephan Hermann, Stadtrat, Kamerad und Ehren-Abteilungskommandant Walter Schwaiger sowie Ehrenkommandant Edmund Raichle.

In seinem Grußwort dankte StBM Thorns den Kameraden für Ihr Engagement im Übungs- und Einsatzdienst. In einem kurzen Rückblick nannte er die wichtigsten Ereignisse aus 2014, z.B. die Auslieferung und Übergabe sowie die zahlreichen Übungen mit dem neuen Sonder-Tanklöschfahrzeug Wald.

Im Bericht von Abt.Kdt. Wacker sind für 2014 51 Einsätze (2012 40, 2013 35) verzeichnet. Vom Brandmeldealarm über Wohnungs- bis hin zum Tiefgaragenbrand, von eingeklemmter Katze, im Auto eingeschlossenes Kleinkind bis hin zu Flughafengroßalarmen erstreckte sich das Einsatzspektrum. Auffällig ist, dass rund die Hälfte der Einsätze außerhalb von Plattenhardt und 26 Einsätze in der Zeit von Montag bis Freitag jeweils 6 Uhr bis 18 Uhr stattgefunden hat. In diesem Zusammenhang sprach Abt.Kdt. Wacker seine Anerkennung den Firmen aus, die ihre Mitarbeiter während der Dienstzeit für die Einsätze freistellen, was in der heutigen, schnelllebigen Zeit leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Ebenso dankte er der Stadtverwaltung, den Stadträten sowie dem StBM u.a. für die Unterstützung z.B. durch die Beschaffung des TLF sowie weiterer benötigter Ausrüstung. Die Plattenhardter Kameraden haben sich im vergangenen Jahr in 36 Übungen auf die Einsätze vorbereitet. Zusätzlich absolvierten zwei Kameraden die Ausbildung zum Truppmann, einer die zum Truppführer sowie ein weiterer zum Gruppenführer. Die Mannschaftsstärke betrug zum 01.01.2015 48 Aktive, 13 in der Ehren- und Altersabteilung sowie drei entsandte Kameraden zur Jugendfeuerwehr bei der Abt. Sielmingen. Für das Engagement bei Einsätzen und Übungen dankte der Abt.Kdt. den Kameraden.

Nach dem Bericht des Schriftführers folgte der des Kassiers. Nach 30 Jahren fast auf den Tag genau hat Werner Fügel die Feuerwehrkasse an seinen bereits vom Ausschuss gewählten Nachfolger Markus Lieb übergeben. Der Bericht des scheidenden Kassiers war etwas umfangreicher als üblich und gab einen Einblick in die Geschichte der Plattenhardter Feuerwehrkasse. Zu den anwesenden Kameraden, die stellenweise über diesen Bericht schmunzelten, zählte auch sein Vorgänger im Amt Jakob Welzenbach. Die Kassenprüfer konnten wie in den vergangenen Jahren feststellen, dass die Kasse in Ordnung und auch im vergangenen Jahr sauber geführt wurde. Nach seinem Grußwort konnte Bürgermeister Reinhard Molt bei der Entlastung der Funktionsträger Einstimmigkeit feststellen. Bei der Verabschiedung von W. Fügel aus dem Amt des Kassiers lobte Abt.Kdt. Wacker diese herausragende Leistung und übergab ihn unter dem Beifall der Anwesenden die Ernennungsurkunde zum Ehrenkassier.

HauptVersammlung P 2015 1

v.l. Abt.Kdt Alexander Wacker, neuer/alter Kassier Markus Lieb / Werner Fügel, Abt.Kdt.-V Matthias Stoll - Foto: H. Gorshöfer -

Nach 46 Jahren aktiven Dienst wurde Kamerad Herbert Lieb in die Ehren- und Altersabteilung verabschiedet.

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v.l. StBM Jochen Thorns, BM Reinhard Molt, Ehrenkassier Werner Fügel, Abt.Kdt Alexander Wacker, Herbert Lieb, Abt.Kdt.-V Matthias Stoll - Foto: M. Wörner -

Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Kamerad Walter Schwaiger geehrt. Für 25 Jahre aktiven Dienst wurden die Kameraden Andreas Fügel und Markus Wörner zu Ehrenmitgliedern der Abteilung ernannt.

HauptVersammlung P 2015 3

v.l. StBM Jochen Thorns, Walter Schwaiger, Markus Wörner, Andreas Fügel, BM Reinhard Molt, Abt.Kdt Alexander Wacker - Foto: H. Gorshöfer -

Nach Abschluss der notwendigen Lehrgänge und Absolvierung der Mindestdienstzeiten wurden folgenden Kameraden vom Stadtbrandmeister befördert: Marco Stäbler und Daniel Waidelich zum Feuerwehrmann, Simon Hertler und Dirk Schilder zum Oberfeuerwehrmann, Johannes Hellstern, Markus Lieb und Thomas Reibold zum Hauptfeuerwehrmann, Daniel Schweizer zum Löschmeister sowie Matthias Hertler zum Oberlöschmeister.

HauptVersammlung P 2015 4

v.l. StBM Jochen Thorns, Simon Hertler, Dirk Schilder, Markus Lieb, Thomas Reibold, Johannes Hellstern, Matthias Hertler, Daniel Schweizer, Marco Stäbler, Daniel Waidelich, BM Reinhard Molt, Abt.Kdt Alexander Wacker - Foto: M. Wörner -

 

(GO)

Chronik

D' Fuierwehr vo' Plattahardt


Damals, wie heute, bestand Aussicht, Herr über Feuer zu werden, wenn man rasch zur Stelle war und es eindämmen konnte, ehe es Raum gewann.

Es ist anzunehmen, dass schon in frühester Zeit die Erfahrung lehrte, eine gewisse Ordnung für den Fall eines Brandes aufzustellen und zu bestimmen, wer was zu tun hat, also wer in der Eimerkette steht, wer von der Leiter aus, vom Nachbarhaus aus, im brennenden Gebäude selbst Wasser ins Feuer schüttet, wer Wasser herbeiführen muss, wer gerettete Sachen zu bewachen hat und wer aus der Nachbarschaft Hilfe heranholen soll. Eine ausgebildete Feuerwehr bestand aber nicht und war auch nicht verlangt. Der Lösch - und Schutzdienst blieb eine Angelegenheit der gesamten Bürgerschaft, die keinerlei Schulung für den Ernstfall erhielt.

Eine organisierte Löschmannschaft ist in Plattenhardt erst seit Anfang 1800 bekannt. Aber das war noch keine eigentliche Feuerwehr. Ausbildung und Übung gab es nicht. Die Männer waren für den Fall eines Schadenfeuers in verschiedene Rotten und zwar in Rotten „Verheirateter Männer" und Rotten „Lediger" eingeteilt. Die „ledige Mannschaft" musste sich für evtl. Brandfälle in der Nacht, auch außer Orts bereithalten. Im Jahre 1841 wurde jedoch von den bürgerlichen Collegien beschlossen, künftig die Bürgerschaft in 3 Rotten aufzuteilen. Die betreffende Rotte hat zu jeder Zeit ihre Obliegenheit zu erfüllen. Jedem Hausvater blieb jedoch unbenommen, dass er statt seiner, seinen Sohn sendet.

1844 wurde über die Anschaffung einer eigenen „auf Wagen und Rädern stehenden Feuerspritze nebst Schläuchen und Seihkörben" und verschiedener Leitern Beschluss gefasst. Da bereits vorher schon die Gemeinde Plattenhardt und Bonlanden eine gemeinsame Feuerspritze, die in Bonlanden stationiert war hatten, musste wegen der Ablösung „die Sache auf irgend eine thunliche Weise abgemacht werden". Für die fragliche neue Feuerspritze sollte unter dem Rathaus „extra die Einrichtung mit einem Lattenverschlag getroffen werden". Die beschlossene neue Spritze wurde jedoch nicht beschafft, sondern es wurde die bisherige, gemeinschaftliche Spritze im Jahre 1846 übernommen. Gleichzeitig wurde ein Spritzenmeister aufgestellt, und die entsprechende Bedienungsmannschaft - 8 Mann - eingeteilt.

Hinsichtlich der Bespannung dieser Feuerspritze hat der Gemeinderat besondere Vorschriften erlassen. 1861 wurden zur Wasserbeischaffung 10 hölzerne in Eisen gebundene Butten angeschafft.

1863 stellte der Schultheiß den Antrag, die Feuerlöschgerätschaften zu ergänzen, da man bei den 2 Bränden in den letzten 12 Jahren immer auf die schnelle Hilfe der Bonländer mit ihrer neuen Spritze angewiesen war. Doch eine neue Spritze konnte aus finanziellen Gründen nicht beschafft werden, obwohl die Dringlichkeit und Notwendigkeit vollauf anerkannt wurde. Auf Grund eines Inspektionsberichtes mussten 1875 sechs Blechschapfen angeschafft werden. Ebenso wurde die Auflage erteilt, einen Feuersee anzulegen.

Im Jahre 1871 hat der Gemeinderat die erste Feuerlöschordnung erlassen. In der neu gefassten Feuerlöschordnung vom Jahre 1879 wurde dann unter anderem bestimmt:

I. Die Spritzenmeister und deren Stellvertreter;

II. die Leitermannschaft;

III. die Schlauchmannschaft;

IV. die Spritzenmannschaft;

V. die Rettungsmannschaft;

VI. Wasserträger und -schöpfer;

VII. der Verantwortliche für die Wasserleitung (Eimerkette) auf die Nähe des Brandplatzes;

VIII. die zu Feuerboten, Führen von Wasser und Wegführen von Schutt nach gelöschtem Brand Verpflichteten;

IX. daß der Gemeindepflege zur Unterstützung des Ortsvorstehers auf dem Rathaus wie auf dem Brandplatz verpflichtet ist;

X. die Entsendung der verschiedenen Mannschaften bei Brandfällen außerhalb des Orts und deren Belohnung;

XI. die genaue Alarmierung durch Läuten der Kirchenglocken und zwar getrennt für Brandfälle im Ort und außerhalb des Orts.

Diese Bestimmungen, teilweise ergänzt, finden sich auch in den späteren Feuerlöschordnungen wieder.

Bereits im Jahre 1890 mussten Bürger, die von der Feuerwehrpflicht entbunden wurden, eine jährliche Abgabe von 5 Mark bezahlen. 1895 wurden die Feuerlöschgerätschaften ergänzt. Es wurden 15 Butten aus Zinkblech angeschafft, die teilweise heute noch vorhanden sind. Aus Anlass der Einführung der Wasserleitung in Plattenhardt im Jahre 1906 mussten 2 Hydrantenwagen , 4 Strahlrohre und 300 m Schlauch angeschafft werden. Bei der Visitation der Gerätschaften im Jahre 1913 wurde u.a. festgestellt, dass die Lokalitäten wegen ihrer Feuchtigkeit nicht geeignet seien, da die Butten und das Schlauchmaterial bereits sehr stark in Mitleidenschaft gezogen und teilweise schon unbrauchbar sei. Es war daher notwendig 200 m neue Schläuche zu beschaffen Das Feuerlöschgerätemagazin wurde daher in den unter der neuerbauten Schulturnhalle vorhandenen Abstellraum verlegt. Es wurde jedoch auch dort festgestellt, daß die Gerätschaften wiederum unter großer Feuchtigkeit und so wurde wieder in die Räumlichkeiten unter dem Rathaus umgezogen. 1931 wurde dann im Schopf ein Feuerwehrmagazin eingerichtet.

Aus einem Rundschreiben des Amtsoberamt Stuttgart vom 25. Januar 1923:

" ... Im Oberamtsbezirk Stuttgart ist die bedauerliche Tatsache zu verzeichnen, daß z.Zt. immer noch Pflichtfeuerwehren existieren und zwar in den Gemeinden Harthausen, ... Plattenhardt, ... Stetten, ...

Der Wert und die Schlagfertigkeit dieser Wehren steht der Natur der Sache gegenüber den freiwilligen Feuerwehren zurück.

... Ich bitte die Herren Ortsvorsteher, die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr in ihrer Gemeinde tatkräftig in die Hand zu nehmen ... "

Durch Satzung vom 15. Juli 1923 wurde die bisherige Pflichtfeuerwehr in die Freiwillige Feuerwehr umgewandelt.

Diese Rechtsform wurde bis zum heutigen Tage in der hiesigen Gemeinde beibehalten.

Während des Krieges - 1940 - war es notwendig, dass eine Großalarmsirene angeschafft wurde. Aber schon damals hatte man den Gedanken, diese Sirene in Friedenszeiten als Feueralarmeinrichtung zu verwenden. 1942 wurde die erste Motorspritze, eine Tragkraftspritze TS 8 vom Typ „Goliath III" der Magiruswerke in Ulm mit einem einachsigen Transportwagen zum Gesamtpreis von 3 515, 85 Reichsmark beschafft. Bis zu diesem Zeitpunkt diente als Spritze ausschließlich die alte Feuerspritze, die von 8 Mann betätigt werden musste. Die neue Motorspritze kam bei der Brandnacht am 14./15. März 1944 in Echterdingen zum ersten Großeinsatz und bewährte sich außerordentlich gut. Die beiden Großbrände im Jahre 1949 und 1950 zeigten, dass die Beschaffung einer weiteren Motorspritze und eine eventuelle Motorisierung der Feuerwehr notwendig sind. Bereits am 19. April 1955 konnte die Freiwillige Feuerwehr Plattenhardt eines der ersten neugebauten Kleinlöschfahrzeuge KLF 6 - TS 8 der Metz-Werke in Karlsruhe, mit angebauter Vorbaupumpe, einer eingeschobenen VW - Tragkraftspritze und der notwendigen Bestückung an Geräten in Empfang nehmen. Die Beschaffungskosten beliefen sich auf ca. 20 500 DM, wovon ca. 7 000 DM vom Regierungspräsidium und ca. 2 000 DM vom Kreisverband übernommen wurden.

Ein besonderer Anhänger (Eigenkonstruktion der Freiwilligen Feuerwehr Plattenhardt) ergänzte die Ausrüstung, so dass die Schlagkraft der Wehr nunmehr den damaligen Verhältnissen und Technik entsprach. Das neue Löschfahrzeug hatte sich bereits bei den ersten Einsätzen in Plattenhardt und den umliegenden Gemeinden bestens bewährt.

Am 9. Juli 1960 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Plattenhardt ihre erste eigene Fahne. Während des dreitägigen Festes wurde sie vom damaligen Landrat Geist geweiht und mit dem Goethewort „ edel sei der Mensch, hilfreich und gut" an die Plattenhardter Kameraden übergeben. Eine große Schauübung mit den Kameraden aus Harthausen und dem DRK sowie ein langer Festzug, bestehend aus fünf Spielmannszügen, 35 Feuerwehren, 20 Feuerwehrfahrzeugen, mehreren historischen Hand- und Motorspritzen sowie Festwagen zur Geschichte der Feuerwehr, gehörten zum dreitägigen, umfangreichen Festprogramm.

Am 19. März 1964 wurde das Richtfest und nach einem reichlichen Jahr am 09. April 1965 die Einweihung des neuen Gerätehauses für Feuerwehr und DRK in der Saarstraße gefeiert. Nachdem die Fahrzeugparks beider Organisationen vergrößert wurden und somit der Platz im Magazin nicht mehr ausreichte, sind die Helferinnen und Helfer des DRK im Sommer 1983 zum Standort Schulstraße umgezogen.

Der Gemeinderat von Plattenhardt hat am 16. Dezember 1970 beschlossen, einen gebrauchten VW-Bus von der Firma Wendtnagel als Mannschaftsfahrzeug und für die Gemeinde zum Preis von 4 700 DM käuflich zu erwerben, „um damit den Übelstand abhelfen zu können, dass Feuerwehrleute bei Übungen und Brandeinsätzen ihre eigenen Fahrzeuge benützen müssen." Am 16. Februar 1971 wurde das Fahrzeug als Gerätewagen für Ölunfälle sowie zum Transport von Mannschaft und Gerät in Dienst gestellt.

Im Anschluss an die Jahresabschlussübung, bei der ein Flugzeugabsturz nahe der Weilerhauschule angenommen wurde, übergab Bürgermeister Illig am 18. November 1967 das am 27. Juli beschaffte neue Tanklöschfahrzeug TLF 16 in einer Feierstunde an die Kameraden der Plattenhardter Wehr, um deren Schlagkraft weiter zu erhöhen.

Ende 1968 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Plattenhardt für das TLF 16 und die örtliche Feuerwehrzentrale je ein Funkgerät sowie zwei stationäre Funkmeldeempfänger.

Am 1. Januar 1975 schlossen sich Bernhausen, Bonlanden, Sielmingen, Plattenhardt und Harthausen zur neuen Gemeinde Filderlinden zusammen. Der Gemeindenamen wurde am 25. Juli in Filderstadt geändert. Solche Veränderungen wirkten sich natürlich auch auf die Feuerwehren aus. Am 22. August 1975 vereinigten sich die Freiwilligen Feuerwehren der einzelnen Ortsteile zur Gesamtfeuerwehr Filderstadt.

Gleichzeitig wurden der Stadtkommandant und der gemeinsame Ausschuss gewählt.

Im Oktober 1982 wurde ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8 als Ersatz für das Kleinlöschfahrzeug KLF 6 beschafft und am 04. März 1983 durch OB Feßler offiziell in Dienst gestellt.

Ein neuer Mercedes-Bus MTW löste am 22. Januar 1985 den VW-Bus als Mannschafts- und Gerätetransportwagen ab.

1990 riefen die Sirenen im Ort zum letzten mal die Floriansjünger zum Einsatz. Seit dieser Zeit erfüllen Funkmeldeempfänger FME, auch Piepser genannt, diese Aufgabe.

Für das altgediente, seit mehr als 25 Jahren im Dienst stehende TLF 16 erhielten die Plattenhardter Kameraden am 2. April 1993 das neue Löschgruppenfahrzeug LF 16/12. Oberbürgermeister Dr. Bümlein und Stadtbrandmeister Gerhard Alber überreichten am 12. Juni 1993 feierlich die Fahrzeugschlüssel und übergaben somit das Fahrzeug offiziell seiner Bestimmung.

Im Januar 1996 wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Abteilung Oberbrandmeister Edmund Raichle nach 15 Jahren Amtszeit als Abteilungskommandant sowie für seine besonderen Verdienste um die Abteilung Plattenhardt zum Ehrenkommandanten ernannt.

Am 27. April 2001 übergab OB Dr. Bümlein die Fahrzeugschlüssel des neuen MZF (Mehrzwegfahrzeug, MB Sprinter 313 CDI) an die Abteilung Plattenhardt. Dieses Fahrzeug kann nicht nur Mannschaft und Gerät transportieren, sondern dient bedingt durch seine Ausstattung mit Besprechungstisch und mehreren Funkgeräten auch zur Unterstützung des Einsatzleiters bei größeren Schadenslagen. Nach diesem Konzept wurden in den folgenden Jahren alle anderen MZF der FW Filderstadt beschafft.

Zur Entlastung des 4-Meter-Funkkanales wurde im Jahr 2002 von analogen (FME) auf digitale Funkmelder (DME) umgestellt. Diese arbeiten im 2-Meter-Wellenbereich und bieten die Möglichkeit bedarfsgerechter die Einsatzkräfte in verschiedenen Alarmgruppen zu alarmieren.

Am 9. September 2006 überreichte OB Dr. Bümlein die Fahrzeugschlüssel des ELW1 (Einsatzleitwagen, MB Sprinter 313 CDI, Hochdach) als Auftakt zum Festwochenende an Stadtbrandmeister Jochen Thorns. Dieses ist als viertes Fahrzeug bei der Abteilung Plattenhardt stationiert. Durch seine Ausstattung bietet der ELW1 dem Einsatzleiter eine gute Unterstützung beim Bewältigen größerer Schadenslagen. Kommunikation, Dokumentation, Informationen besorgen sind die Schwerpunkte für dieses Fahrzeug. Die Kameraden der extra eingerichteten Alarmgruppe haben unter Federführung von Zugführer Roland Lieb das Führungskonzept der FF Filderstadt selbst erarbeitet.

Um der sinkenden Verfügbarkeit von Einsatzkräften an Werktagen zu begegnen, gilt seit Juni 2008 eine neue Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) für die Feuerwehr Filderstadt. So werden unter anderem ab bestimmten Einsatzstufen (z.B. Brand 3) Ergänzungslöschfahrzeuge alarmiert, d.h. das Plattenhardter LF16/12 fährt nach Bonlanden und die Bonländer Abteilung kommt neben der Drehleiter auch mit ihrem LF16/12 zu Einsätzen in Plattenhardt. Dadurch werden die Einsatzzahlen der einzelnen Abteilungen ansteigen, dafür aber die Sollstärke der alarmierten Löschzüge tagsüber sichergestellt.

Am 16.04.2011 wurde während eines Kameradschaftsabends der Abteilung Hauptbrandmeister Walter Schwaiger für seine Verdienste um die Feuerwehr zum Ehren-Abteilungskommandanten ernannt. Zwölf Tage vorher hatte er nach 5 Jahren als stellvertretender und 15 Jahre als Abteilungskommandant die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Alexander Wacker übergeben. Aus privaten Gründen war Walter Schwaiger nicht mehr zur Wahl angetreten. Auch der stellvertretenden Abteilungskommandant Reinhard Fügel wollte nach elf Jahren die Amtsgeschäfte in den Händen eines jüngeren Kameraden wissen.

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